Bergmannsverein Erfurt e.V. Revier Schmalkalden-Asbach

Die in den Asbacher Bergen auftretenden Fiederspalten sind zum großen Teil durch hydrothermale Lösungen mineralisiert worden. Die überwiegend in Rotliegenden Porphyren sitzenden Gänge mit verschiedenen Eisen- und Manganerzen wurden am Komberg, Ringberg, Hirschberg, Dörnberg und im Finstertal abgebaut. Sie streichen zumeist oberflächennah an der Tagesoberfläche aus.

Urkundlich belegt ist der Bergbau auf Eisenerz in den Asbacher Bergen ab dem Jahr 1474, obwohl es Hinweise gibt, dass es einen intensiven Abbau schon in der Zeit vor Christi Geburt gegeben haben muss. Die alten Abbaue lagen alle an den Berghängen. Der Abbau erfolgte nur oberflächennah, da die Gänge nach der Teufe schnell vertaubten. Abgebaut wurden die so genannten Bändererze, in denen lagenweise Roteisen und Manganerze in einer mehr oder minder mächtigen ankeritschen-kalzitischen Gangmasse auftreten.

Verhüttet wurden die Erze in Asbach als Zuschlagsstoffe in den Hütten von Schmalkalden. Außer den Vorkommen der Erzgänge sind im Bereich des Unteren Zechsteins metansomatische Eisenkalkvorkommen mit Eisengehalten von 12 % vorhanden. Diese waren Gegenstand des Abbaus am Kühberg, jedoch von untergeordneter Bedeutung. Erstmals wurden diese Gewinnungsarbeiten im Jahr 1519 urkundlich erwähnt. Im 18. Jahrhundert wurden die Gewinnungsarbeiten an den Eisenkalkvorkommen eingestellt. Im Bereich der tektonisch stark beanspruchten Gesteinsverbände an der Basis des Zechsteins wurden zum Beispiel auch am Kühberg, der Birkleite und des Berntals Buntkupfererze und Fahlerze für die Blaufarbenherstellung seit Beginn des 18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts abgebaut.

Darüber hinaus baute man Schwerspat in der Grube "Andreas" südöstlich von Asbach am Südhang des Rechtales ab. Die Ganglagerstätte war durch fünf Schächte auf einer Länge von rund 250 m aufgeschlossen. Der Abbau erfolgte vorwiegend im Firstenstoßabbau mit Eigenversatz bis nahe der Tagesoberfläche.

Weitere Informationen zum Bergbau in den Asbacher Bergen kann man in dem Besucherbergwerk Finstertal im Ortsteil Asbach, Schmalkalden, erfahren.

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