Bergmannsverein Erfurt e.V. Revier Dittrichshütte

Die ältesten Bergbautätigkeiten im Dittrichshütter Revier sind im 18. und 19. Jahrhundert auf Eisenerz, Dach- sowie Griffelschiefer nachgewiesen. Bis 1840 ließ die "Schwarzburg-Rudolstädter-Hütteninspektion", die ihren Sitz in Katzhütte hatte, Eisenerz im Tagebau- und Stollenbetrieb abbauen. Es werden zwei Grubenfelder unter den Namen "Auguste und Emilie" sowie "Marie II" genannt. Weiterhin sind die Stollen "Eisenblume" und "Nedersdorfer-Stollen" bekannt. Mit Ochsenkarren wurde das Erz nach Katzhütte gefahren und verhüttet.

In den Jahren von 1934 bis 1938 und 1958 bis 1964 nutzte man die alten Stollen für weitere Erkundungsbohrungen auf Eisenerz.

Von 1951 bis 1954 wurde durch die Sowjetische Aktiengesellschaft (SAG) Wismut intensiv und mit hohem materiellen und personellen Aufwand Uranerz abgebaut. Die Erkundungsarbeiten dazu begannen schon im Jahr 1949.

Die Vererzung war an den Lederschiefer gebunden und lag in Gang- bzw. Erzstockstrukturen vor. Die Abbaugrenzen erstreckten sich vertikal bis zu einer Teufe von 110 m und hatten horizontale Ausdehnungen von 100 m bis 500 m bei Mächtigkeiten von 0,02 m bis 1,0 m. Das Nebengestein bildete der silurische Alaun- und Kieselschiefer. Das Erz wurde in mehreren Gängen abgebaut. Nach der fast vollständigen Auserzung hatte die SAG Wismut insgesamt 112,62 t Uran gewonnen. Die Gewinnungsarbeiten wurden 1954 eingestellt. Die Grubenbaue sind heute alle verwahrt.

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