Bergmannsverein Erfurt e.V. Revier Arlesberg bei Geraberg

Erstmals ist eine Eisenerzgrube auf dem Mittelberg zwischen Jüchnitz und Zahmer Gera im Jahr 1351 erwähnt. Der erste urkundliche Hinweis auf Abbau von Braunstein (Manganerz) im Arlesberger Revier liegt aus dem Jahr 1665 vor. Auf dem Briefkopf der Fa. E. Diemar - Braunsteinwerk - wird im Jahr 1855 erstmals die Braunsteinmühle erwähnt.

In den Jahren 1915 bis 1924 erreicht der Manganbergbau nochmals einen Höhepunkt, der aber im Jahr 1931 fast völlig zum Erliegen kommt. Ab dem Jahr 1936 beginnt erneut auf allen Grubenfeldern der Abbau von Manganerz, der 1949 endgültig eingestellt wird.

Der Abbau der Lagerstätte erfolgte im Tiefbau. In der Brauneisenmühle wurde das gewonnene Mineral zertrümmert und gemahlen. Das aufgemahlte Mineral wurde für die Glas/Keramikindustrie, hier besonders für die Färbung des Glases und der Keramikprodukte, die Metallurgie, hier für Spiegeleisen und Ferromangan, sowie die Elektrotechnik und die Pyrotechnik verwendet.

In der am westlichen Ortsausgang von Geraberg, Ortsteil Arlesberg, gelegenen Braunsteinmühle wurde ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts bis 1982 Manganerz aufbereitet. Wasserturbine, Erzmahlgänge und ein historisches Pochwerk wurden seit den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts restauriert, so dass der Besucher heute ein einzigartiges technisches Denkmal vorfindet.

Zwischenzeitlich wurde in den Jahren von 1953 bis 1958 Schwerspat im Tal der Zahmen Gera abgebaut.

Eine umfassende Ausstellung in der Brauneisenmühle informiert ausführlich über die Geschichte des Manganerzbergbaus um den Arlesberg, www.geraberg.de.

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