Bergmannsverein Erfurt e.V. Revier Friedrichroda

Die erste urkundliche Erwähnung von Bergbau um Friedrichroda stammt aus dem Jahr 1479 und bezieht sich auf die Schürfgenehmigung für ein Silberbergwerk am Abtsberg. Jedoch gibt es Hinweise, dass es schon davor ein Eisenbergwerk am Schorn gegeben haben muss, auf dem bis 1580 ein reger Abbau stattfand. Die mächtigsten Eisenvorkommen der Friedrichrodaer Berge befanden sich am Wolfsstieg. Im Stollen "Hesselthal" baute man seit 1539 Eisenerz ab. Im Jahr 1728 wurde der Stollen "Gott-hilft-gewiss" angelegt. Auf dem Gipfel des Wolfsstiegs legte man im Jahr 1750 die Schächte "Neujahrs-glück" und "Glück auf" an. Bis 1859 wurde in diesen Stollen und Schächten Erz abgebaut.


Paulchen Stollen am Gottlob
1730 begann man auch Gips zunächst im Tagebau und ab 1775 im "Herzog-Ernst-Stollen" im Tiefbau abzubauen, wobei man 1784 auf die Kristallgrotte, heute Marienglashöhle, gestoßen war. Bis 1848 erfolgte der Abbau der Gipskristalle für Kirchen und Klöster.

Seit 1550 wurde Schwarzstein und später Rot- und Braunstein in den Gruben am Gottlob abgebaut. Der Abbau erfolgte in den Gruben "Glücksstern", "Agnes" und "Neuglück", deren Bergbauflächen gegen Ende des 19. Jahrhunderts jeweils rund 100.000 m2 umfassten. Diese gewonnenen Eisenerze wurden allerdings nur durch Beimischen von anderen Erzen im Luisenthaler Hochofenwerk verhüttet.

Weiterhin wurde am Gottlob Mangan und Glanzstein zur Herstellung von Ofenschwärze gewonnen. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts ruhten die bergbaulichen Aktivitäten. Es gab bis 1924 immer wieder Versuche den Bergbau in Friedrichroda zu aktivieren, die aber alle auf Grund mangelnder Vorkommen fehlschlugen. Dabei suchte man neben Silber und Eisenerzen auch Kupfer und Steinkohle.

Mehr zum Bergbau in Friedrichroda erfahren Sie bei einem Besuch der Marienglashöhle.

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